Bauarten des Holzwhirlpools
Drei Grundformen, zwei Entscheidungen zur Innenseite, vier gängige Holzarten. Wer diese Kombination bewusst wählt, legt damit den halben Pflegeaufwand der nächsten zehn Jahre fest.
Drei Grundformen, zwei Entscheidungen zur Innenseite, vier gängige Holzarten. Wer diese Kombination bewusst wählt, legt damit den halben Pflegeaufwand der nächsten zehn Jahre fest.
Diese Entscheidung wirkt sich stärker auf den Alltag aus als die Bauform.
Das Wasser steht direkt am Holz. Die Dauben quellen und dichten sich gegenseitig ab — deshalb ist ein neuer Zuber in den ersten Tagen undicht und wird es von allein nicht mehr. Umgekehrt gilt: Ein reiner Holzzuber darf über Wochen nicht trocken stehen. Schwindet das Holz, öffnen sich die Fugen, und das Dichtziehen beginnt von vorn.
Chemische Wasserpflege ist hier nur eingeschränkt möglich, weil aggressive Mittel das unbehandelte Holz angreifen. Die Konsequenz ist häufiger wechseln statt stärker desinfizieren.
Eine eingelegte Wanne aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Polypropylen übernimmt die Dichtheit, das Holz ist Verkleidung und Statik. Die Innenfläche lässt sich abwischen, Wasserpflege ist ohne Rücksicht auf das Holz möglich, und Trockenstehen schadet nicht.
Dafür ist der Zuber nicht mehr das, was viele suchen: Der Geruch nach nassem Holz bleibt aus, und Reparaturen an der Wanne sind aufwendiger als das Austauschen einer Daube.
Für das Außenholz ist die Frage, ob und womit geölt wird, wichtiger als die Holzart selbst — dazu steht mehr unter Wasserpflege.
Die Füllmenge wächst mit dem Quadrat des Radius. Zwanzig Zentimeter mehr Durchmesser sind deshalb kein kleiner Schritt, sondern ein Viertel mehr Wasser — und ein Viertel mehr Brennholz bei jeder Aufheizung.
| Durchmesser | Füllmenge | Wassergewicht | Wärme für 10 → 38 °C | Personen |
|---|---|---|---|---|
| 1,60 m | 1.610 l | 1,6 t | 52 kWh | 3–4 |
| 1,80 m | 2.040 l | 2,0 t | 66 kWh | 4–5 |
| 2,00 m | 2.510 l | 2,5 t | 82 kWh | 5–6 |
| 2,20 m | 3.040 l | 3,0 t | 99 kWh | 6–8 |
Grundlage der Tabelle
V = π · r² · 0,80 m · · · Q = V · 4,18 kJ/(kg·K) · 28 K
Nettowerte ohne Wärmeverluste. Die Personenzahl ist ein Erfahrungswert für bequemes Sitzen und keine Herstellerangabe — sie hängt von der Sitzbank und davon ab, ob ein Innenofen Platz wegnimmt.
Kleiner ist meistens richtig
Der häufigste Fehlkauf ist der zu große Zuber. Er wird seltener benutzt, weil jede Aufheizung länger dauert und mehr kostet, und er ist bei zwei Personen genauso leer wie ein kleiner bei fünf voll ist. Rechnen Sie mit der Zahl, die typischerweise badet, nicht mit der Zahl, die einmal im Jahr zu Besuch kommt.
Stand: 24. August 2026