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Bauarten des Holzwhirlpools

Drei Grundformen, zwei Entscheidungen zur Innenseite, vier gängige Holzarten. Wer diese Kombination bewusst wählt, legt damit den halben Pflegeaufwand der nächsten zehn Jahre fest.

  • Badezuber

    • runde oder ovale Form, senkrechte Dauben, offen nach oben
    • kommt ohne Strom aus, wenn der Ofen im Zuber sitzt
    • einfachste Bauart, wenigste Teile, die kaputtgehen
    • kein Filter, deshalb häufiger Wasserwechsel
    • der Innenofen kostet Sitzplatz
  • Badefass

    • liegendes Fass mit Stirnwand, oft mit Dach über dem Einstieg
    • Ofen sitzt meist außen an der Stirnseite
    • geschützte Lage im Fass, angenehm bei Wind
    • Einstieg enger, für unbewegliche Personen schwierig
    • größerer Platzbedarf in der Länge
  • Hot Tub mit Düsen

    • Massagedüsen, Umwälzpumpe, meist Filter und Elektroheizung
    • Wasser lässt sich über Wochen halten statt über Tage
    • Temperatur regelbar, auch als Dauerbetrieb
    • braucht einen Elektroanschluss durch eine Fachkraft
    • Leitungen und Düsen können verkeimen, Spülen gehört zur Pflege

Reines Holz oder Innenhülle?

Diese Entscheidung wirkt sich stärker auf den Alltag aus als die Bauform.

Zuber ohne Hülle

Das Wasser steht direkt am Holz. Die Dauben quellen und dichten sich gegenseitig ab — deshalb ist ein neuer Zuber in den ersten Tagen undicht und wird es von allein nicht mehr. Umgekehrt gilt: Ein reiner Holzzuber darf über Wochen nicht trocken stehen. Schwindet das Holz, öffnen sich die Fugen, und das Dichtziehen beginnt von vorn.

Chemische Wasserpflege ist hier nur eingeschränkt möglich, weil aggressive Mittel das unbehandelte Holz angreifen. Die Konsequenz ist häufiger wechseln statt stärker desinfizieren.

Zuber mit Kunststoffeinsatz

Eine eingelegte Wanne aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder Polypropylen übernimmt die Dichtheit, das Holz ist Verkleidung und Statik. Die Innenfläche lässt sich abwischen, Wasserpflege ist ohne Rücksicht auf das Holz möglich, und Trockenstehen schadet nicht.

Dafür ist der Zuber nicht mehr das, was viele suchen: Der Geruch nach nassem Holz bleibt aus, und Reparaturen an der Wanne sind aufwendiger als das Austauschen einer Daube.

Holzarten

  • Fichte — günstig und leicht zu bearbeiten, aber weich und wenig widerstandsfähig gegen Feuchtewechsel. Sinnvoll vor allem mit Innenhülle.
  • Lärche — harzreich, dicht, von Natur aus witterungsfest. Der übliche Kompromiss aus Preis und Haltbarkeit im Außenbereich.
  • Thermoholz — unter Hitze und Dampf behandeltes Holz, meist Esche oder Kiefer. Nimmt kaum noch Wasser auf und arbeitet entsprechend wenig, ist dafür spröder.
  • Zeder — leicht, formstabil, mit deutlichem Eigenduft. Wird traditionell für Saunen und Zuber verwendet.
  • Eiche — sehr dauerhaft und schwer. Gerbstoffe können das Wasser in der Anfangszeit verfärben.

Für das Außenholz ist die Frage, ob und womit geölt wird, wichtiger als die Holzart selbst — dazu steht mehr unter Wasserpflege.

Größe: was der Durchmesser bedeutet

Die Füllmenge wächst mit dem Quadrat des Radius. Zwanzig Zentimeter mehr Durchmesser sind deshalb kein kleiner Schritt, sondern ein Viertel mehr Wasser — und ein Viertel mehr Brennholz bei jeder Aufheizung.

Füllmenge und Wärmebedarf bei 80 cm Wasserstand
Durchmesser Füllmenge Wassergewicht Wärme für 10 → 38 °C Personen
1,60 m1.610 l1,6 t52 kWh3–4
1,80 m2.040 l2,0 t66 kWh4–5
2,00 m2.510 l2,5 t82 kWh5–6
2,20 m3.040 l3,0 t99 kWh6–8

Grundlage der Tabelle

V = π · r² · 0,80 m · · · Q = V · 4,18 kJ/(kg·K) · 28 K

Nettowerte ohne Wärmeverluste. Die Personenzahl ist ein Erfahrungswert für bequemes Sitzen und keine Herstellerangabe — sie hängt von der Sitzbank und davon ab, ob ein Innenofen Platz wegnimmt.

Kleiner ist meistens richtig

Der häufigste Fehlkauf ist der zu große Zuber. Er wird seltener benutzt, weil jede Aufheizung länger dauert und mehr kostet, und er ist bei zwei Personen genauso leer wie ein kleiner bei fünf voll ist. Rechnen Sie mit der Zahl, die typischerweise badet, nicht mit der Zahl, die einmal im Jahr zu Besuch kommt.

Was ohnehin dazugehört

  • Abdeckung, gedämmt. Kein Zubehör, sondern der größte Hebel gegen Wärmeverlust und gleichzeitig der Zutrittsschutz für Kinder. Siehe Sicherheit.
  • Treppe mit rutschhemmender Trittfläche, standfest und abnehmbar.
  • Thermometer, das dauerhaft im Wasser bleibt.
  • Ablaufventil mit Schlauchanschluss — zwei Kubikmeter mit dem Eimer sind keine Option.
  • Ofenabschirmung bei Innenofen, damit niemand die heiße Wandung berührt.
  • Kescher und Bürste für Laub und Ränder.

Stand: 24. August 2026